Governance und Kultur von Organisationen                                                     Akademiegespräch für Entscheider

1999 wurden erstmals die Corporate-Governance-Grundsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) herausgegeben. Sie betreffen das ganze Geflecht der Beziehungen zwischen dem Management eines Unternehmens, dem Aufsichtsorgan, den Aktionären und anderen Unternehmensbeteiligten (Stakeholder). Die Corporate Governance liefert auch den strukturellen Rahmen für die Festlegung der Unternehmensziele, die Identifizierung der Mittel und Wege zu ihrer Umsetzung und die Modalitäten der Erfolgskontrolle. Ein gutes Corporate-Governance-System sollte dem Aufsichtsorgan und der Unternehmensleitung die richtigen Anreize geben, damit das Unternehmen und seine Aktionäre die in ihrem Interesse liegenden Ziele verfolgen können, und eine wirkungsvolle Überwachung erleichtern. Ziel der OECD-Grundsätze ist es, dazu beizutragen, eine Kultur professioneller und ethischer Werte zu entwickeln, die die Voraussetzungen für gut funktionierende Märkte schafft. Vertrauen und Integrität spielen eine entscheidende Rolle im Wirtschaftsleben und sie liegen im Interesse des Erfolgs der Unternehmen wie auch des künftigen Wohlstands.

 

Der 2012 verabschiedete internationale Standard ISO 21500 »Leitlinien zum Projekt Management« legt seinem Projektgovernance-Konzept das allgemeinere Konzept der Governance einer Organisation zugrunde: Governance bildet den Rahmen für die Führung und Steuerung einer Organisation. Projektgovernance umfasst die Bereiche der Governance einer Organisation, die sich spezifisch auf Projektvorgänge beziehen, z. B.:  Festlegung der Managementstruktur,          anzuwendende Richtlinien und Prozesse, Grenzen der Entscheidungsbefugnisse,  Verantwortlichkeiten und Rechenschaftspflichten der Stakeholder,          Berichterstattung und Eskalation bei Problemen oder Risiken.

 

 

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